Buddhistisches Tor Berlin

Prinzipien

Inspiration aus der gesamten buddhistischen Tradition für Menschen in einer modernen Gesellschaft

Mit Triratna gründete Sangharakshita 1967 eine buddhistische Bewegung, die ihre Inspiration von der gesamten buddhistischen Tradition bezieht. Hinter allen buddhistischen Schulen und deren Ausformungen des Dharma – der Lehre des Buddha – stehen die gleichen Prinzipien persönlicher Entwicklung; sie alle dienen dem gleichen Ziel, nämlich zur Erleuchtung des Buddha zu führen. Angewendet auf moderne Umstände, bilden diese Prinzipien das Triratna-Übungssystem. Es ist für Menschen, die in der heutigen Gesellschaft leben sinnvoll und nachvollziehbar. Nur wenn sich der Dharma wieder und wieder den gesellschaftlichen Umständen entsprechend erneuert, hat er eine Zukunft als lebendige spirituelle Kraft.

Dharma und ästhetisches Erleben

Dabei gibt es auch in unserer Kultur solche Dinge, die spirituelle Entwicklung unterstützen, also ‚Dharma‘ sind, wenn sie in den Kontext der Lehre des Buddha gestellt werden. Beispielsweise stellt der Genuss und das Schaffen von Kunst einen Weg dar, sich die Qualitäten verfeinerter, meditativer Geisteszustände zu erschließen und damit einen Zugang zu Meditation, der von einer Erfahrung ausgeht, mit der viele bereits vertraut sind und die auch in unserer Gesellschaft anerkannt ist.

Der Buddhistische Orden Triratna – die Drei Juwelen als zentrale Werte eines vereinigten Ordens

Zentrale Praxis in der Gemeinschaft Triratna ist die Hinwendung zu den Drei Juwelen Buddha, Dharma und Sangha als höchste Zufluchten und Orientierungspunkte im Leben. Kriterium für spirituelles Wachstum ist die Verwirklichung dieser Zufluchtnahme und nicht ein spezieller Lebensstil. Der Orden Triratna ist weder ein monastischer noch ein Laien-Orden, sondern die Angehörigen verstehen sich als vollzeit Dharma-Praktizierende, die in ganz unterschiedlichen Umständen leben und üben. Der Orden Triratna steht gleichsam Männern und Frauen offen.

Spirituelle Freundschaft und Teamarbeit

Freundliche Umgangsformen, wahrhaftige Kommunikation und gegenseitige Unterstützung sind wichtige Bestandteile des spirituellen Lebens. Ganz gemäß der bekannten Episode aus dem Pali-Kanon, in der der Buddha spirituelle Freundschaft als das ganze spirituelle Leben bezeichnet.

Viele Angehörige Triratnas leben in Wohngemeinschaften zusammen, in denen Kommunikation und gemeinschaftliche Praktik spirituell hilfreiche Bedingungen auch im Alltag schaffen. Daran knüpfen ‚Unternehmen Rechten Lebenserwerbs auf Teambasis‘ an. In ihnen arbeiten Buddhisten nach ethischen Kriterien zusammen, erwirtschaften ihren Lebensunterhalt und einen Gewinn, mit dem andere, nicht-kommerzielle Dharma-Aktivitäten unterstützt werden.