Buddhistisches Tor Berlin

Ordinationen in Spanien

Mit Sicherheit das größte Ereignis in der letzten Zeit war die Ordination von Margasiddhi und Dhiradevi. Die beiden sind die ersten Dharmacharinis, die von Berliner Boden aus ordiniert wurden und nicht schon ordiniert nach Berlin zogen, abgesehen von Karunadrishti und Dharmadakini, die aber den Orden wieder verlassen haben. Das ist ein deutliches Zeichen, dass der Berliner Sangha an Tiefe und Erfahrung gewinnt. Am Dienstag, den 5. Juli, sind sie nach einem dreimonatigen Ordinationsretreat in Spanien wieder in Tegel gelandet. Doch was bedeutet Ordination eigentlich? Abgesehen von der kesa und dem Ordensnamen, den man bei der sog. „privaten“ Ordination bekommt? Margasiddhi und Dhiradevi haben sich entschlossen, den buddhistischen Weg so vollherzig und konsequent zu gehen, wie es ihnen möglich ist. Sie haben sich schon viele Jahre, schon bevor sie nach Spanien flogen, auf diesen Weg vorbereitet: sie haben den Dharma intensiv studiert, ihre Achtsamkeit verbessert, ihr ethisches Verhalten überprüft. Schließlich wurde von ihren Präzeptorinnen anerkannt, dass Dhiradevi und Margasiddhi „effektiv Zuflucht nehmen“, das heißt, die beiden würden so sehr dem Buddha, seiner Lehre und der Gemeinschaft folgen, dass sie selbständig versuchen, sich dafür gute Bedingungen zu schaffen. Sie versuchen, den Buddha, seine Lehre und die Gemeinschaft zum Mittelpunkt ihres Lebens zu machen. Das ist das Beste, was ein Mensch mit seinem Leben anfangen kann. Und für den Berliner Sangha und den ganzen Orden ein großer Gewinn. Sadhu!Sadhu! Sadhu!