Buddhistisches Tor Berlin

Meditation

Warum meditieren?
Gewöhnlich bestimmen die äußeren Umstände, ob wir uns zufrieden oder unzufrieden, glücklich oder unglücklich fühlen und wir versuchen die Umstände und die Welt entsprechend unseren Vorstellungen und Idealen zu beeinflussen. Dagegen ist im Prinzip nichts einzuwenden, ganz im Gegenteil. Allerdings entscheidet nach der Lehre des Buddha über Glück und Unglück nicht , was wir erleben und was uns zustößt, sondern wie wir darauf reagieren und antworten. In der gedanklichen, emotionalen und durch Handlungen ausgedrückten Antwort auf die Impulse des Lebens liegt der Schlüssel zum glücklich oder unglücklich Sein. Die maßgebliche Größe, die diese Antwort determiniert, ist unser Geist. Deshalb müssen wir unseren Geist kennen und mit ihm umgehen lernen. Wenn wir selbst glücklicher sein und dazu beitragen wollen, dass sich die Umstände und die Welt in eine bessere Richtung drehen, können wir das erst dann wirklich erfolgreich tun, wenn wir uns mit dem adäquaten Werkzeug geübt haben. Dieses Werkzeug ist der eigene Geist.

Was ist Meditation ?
Meditation ist mehr als Entspannung. Meditation in seiner höchsten Form ist ein Mittel zum unverzerrten Erkennen der Wirklichkeit und zum Erreichen eines höchst befriedigenden Lebens. Durch Meditation schulen wir unseren Geist, und zwar auf sehr direkte Weise.
Meditation hilft uns zunächst, Achtsamkeit und Konzentration sowie eine wohlwollende und annehmende Haltung uns selbst und anderen gegenüber zu entwickeln. Mit gesammeltem und positiv gestimmtem Geist können wir Zustände von Zweifel, Ärger, Hass, Furcht, Angst und allgemeiner Verwirrung usw. abschwächen und beenden und Zustände klaren energievollen Gewahrseins und liebevoller Offenheit kultivieren. Mit einem derart geschulten und trainierten Geist können wir dann lernen, die wahren Gesetzmäßigkeiten des Lebens und der Welt zu erkennen und uns entsprechend zu verhalten. Dies führt zu tiefster Erfüllung und beantwortet in umfassender Form die Frage nach dem Sinn des Lebens.

Welche Meditationstechniken unterrichten wir?
Es gibt im Buddhismus sehr viele Meditationstechniken, die aber grundsätzlich zwei Ziele verfolgen. Das erste Ziel ist die Entwicklung von Gewahrsein, Konzentration und emotionaler Positivität. Meditationsarten, die dies kultivieren, werden Sammlungsmeditationen (samatha) genannt. Das zweite Ziel ist das direkte unmittelbare Erkennen der wahren Natur und Funktionsweise des Geistes und der Welt. Meditationsarten, die uns dahin führen, werden Einsichtsmeditationen (vipassana) genannt. In unserer Bewegung sind wir der Auffassung, dass ein gewisser Grad von Schulung in Sammlung und emotionaler Positivität als Vorbereitung notwendig ist, um Einsichtstechniken erfolgreich zu üben. Deshalb unterrichten wir in unseren Zentren zunächst zwei grundlegende Samatha–Techniken, die der Buddha selbst gelehrt und an seine Schüler weitergegeben hat.

Die erste ist die Übung der „Achtsamkeit auf den Atem“, bei der wir trainieren, unser Gewahrsein auf ein einziges Objekt – den Atem – zu richten und dort zu verweilen. Dies dient primär unserer Konzentration und Sammlung. Zweitens unterrichten wir die „Metta Bhavana“, was „Entwicklung liebevoller Güte“ bedeutet und uns hilft, eine Haltung von Freundlichkeit, Offenheit und Wohlwollen uns selbst und anderen gegenüber zu kultivieren.

Vipassana Techniken üben wir mit Angehörigen unserer Bewegung, die sich für ein Tiefergehen auf dem Buddhistischen Weg definitiv entschieden haben.

»Das Ziel der Meditation ist es sich selbst zu transformieren, nicht gute Meditationen zu haben.«
[Sangharakshita]