Buddhistisches Tor Berlin

Ethische Richtlinien des Buddhistischen Tor Berlin

Diese Richtlinien folgen den 5 ethischen Vorsätze des Buddha, welche in der buddhistischen Welt weit bekannt sind. Die Vorsätze können auf alle Bereiche des menschlichen Verhaltens angewendet werden.

Die ethischen Richtlinien des Buddhistischen Tor Berlin bieten ein allgemeines Prinzip für jeden Vorsatz an sowie ein oder zwei spezifische Anwendungen.

Die ethischen Richtlinien sollen für Ordensmitglieder und andere erfahrene Mitglieder der Buddhistischen Gemeinschaft Triratna Orientierung bieten und für alle transparent machen, nach welchen Leitlinien wir weniger erfahrenen Menschen im Buddhistischen Tor Berlin begegnen wollen.

Erster Vorsatz

Ich nehme mir vor, aufzuhören andere Wesen zu verletzen.

Mit Taten liebevoller Güte läutere ich meinen Körper.

Wir streben an, liebevoll miteinander umzugehen.

Menschen, welche leitende und unterstützende Funktionen im Buddhistischen Tor Berlin (BTB) innehaben, missbrauchen ihre Position nicht zu ihrem eigenen Vorteil oder um andere Menschen unangemessen zu beeinflussen.

Wir wünschen, den Schaden, dem wir lebenden Wesen antuen, zu minimieren. Vor allem körperliche Gewalt und sprachlicher Missbrauch haben keinen Platz unter uns. Wir ermutigen zu selbstverantwortlichem Handeln.

Wir wollen innerhalb unserer Gemeinschaft schädlichen Einfluss auf die lokale und globale Umwelt reduzieren und minimieren.

Zweiter Vorsatz

Ich nehme mir vor, aufzuhören Nicht-Gegebenes zu nehmen.

Mit Großzügigkeit gebend läutere ich meinen Körper.

Wir möchten die Lehre des Buddhas in einem Geiste von Großzügigkeit für alle erfahrbar machen. Wir erklären uns bereit, die Lehre zu teilen, ohne irgendwen aufgrund seiner finanziellen Verhältnisse zu bevorzugen.

Das BTB lebt durch Großzügigkeit: Wir bieten unsere Zeit, Fähigkeiten und Erfahrung auf freiwilliger Basis an. Wir möchten eine Kultur von Großzügigkeit (Dana) entwickeln. Viele unserer Angebote sind kostenfrei, mit einer Einladung an die Teilnehmer, das zu geben, was ihnen möglich ist.

Diejenigen, die mit den finanziellen Angelegenheiten des BTB betraut sind, tun dies mit höchster Sorgfalt und vermeiden jegliche Zweckentfremdung oder widerrechtliche Entwendung. Im Falle des Verdachts auf Zweckentfremdung werden wir dies untersuchen und direkt angemessen handeln.

Dritter Vorsatz

Ich nehme mir vor, mit sexuellem Fehlverhalten aufzuhören.

Mit Stille, Schlichtheit und Genügsamkeit läutere ich meinen Körper.

Das BTB ist eine Gemeinschaft von Menschen, welche die Lehre des Buddhas gemeinsam praktizieren. Daher ist es natürlich, dass sich zwischen uns enge Verbindungen entwickeln und dass einige dieser Verbindungen auch sexuelle Beziehungen sein können.

Wir ermutigen alle Mitglieder unserer Gemeinschaft ihre sexuellen Beziehungen ethisch, achtsam und liebenswürdig zu gestalten. Kurs-und Veranstaltungsleiter haben eine besondere Verantwortung in diesem Bereich. Dies schließt auch ein, bestehende sexuelle Beziehungen zu respektieren.

Während Retreats und Kursen ist jegliche Anspielung auf eine zukünftige romantische oder sexuelle Beziehung unangebracht.

Wir empfehlen ausdrücklich, dass jede beabsichtigte Beziehung zwischen einem Ordensmitglied und einer weniger erfahrenen Person aus dem Sangha im Ordenskontext besprochen wird.

Vierter Vorsatz

Ich nehme mir vor, aufzuhören die Unwahrheit zu sprechen.

Mit ehrlicher und wahrhaftiger Sprache läutere ich meine Rede.

In all unserem Handeln wollen wir ehrlich, freundlich, hilfreich und Harmonie stiftend kommunizieren, sowohl im gesprochenen als auch im geschriebenen Wort.

Wir möchten eine Atmosphäre von Freundlichkeit, Kooperation und Vertrauen schaffen. Wir werden Informationen umsichtig teilen, motiviert von dem Wunsch für das Wohlergehen und spirituellen Fortschritt derjenigen, über die wir sprechen.

Wir erkennen außerdem an, dass im Vertrauen erhaltene Informationen über rechtswidrige Inhalte nicht vor gesetzlicher Verfolgung schützen. Es kann sein, dass illegale Aktivitäten, welche im Rahmen von Eingeständnissen offengelegt werden, den entsprechenden Behörden und Gerichten mitgeteilt werden müssen.

Fünfter Vorsatz

Ich nehme mir vor, aufzuhören berauschende Mittel zu nehmen.

Mit hellwacher Achtsamkeit läutere ich meinen Geist.

Die Buddhistische Gemeinschaft Triratna möchte Unterstützung anbieten für die Entwicklung von Weisheit und Mitgefühl durch sich vertiefendes Gewahrsein. Wir streben an, uns auf unsere Praxis mit so viel Achtsamkeit wie möglich einzulassen. Wir werden bei jeglichen BTB Aktivitäten weder Alkohol noch sonstige Rauschmittel zulassen.

Folgende beiden Vertrauenspersonen stehen dir zur Verfügung:

Margasiddhi (margasiddhi@buddhistisches-tor-berlin.de)

Aryabandhu (aryabandhu@buddhistisches-tor-berlin.de)

Überprüfung dieses Dokuments
Dieses Dokument wird in einem Jahr überprüft, also im Januar 2019.
Buddhistisches Tor Berlin, Januar 2018
Vorsitzender: Aryabandhu (aryabandhu@buddhistisches-tor-berlin.de)