Buddhistisches Tor Berlin

Die Drei Juwelen

Genau wie Juwelen als kostbarste materielle Dinge gelten, stehen die Drei Juwelen Buddha, Dharma und Sangha im Buddhismus für die höchsten spirituellen Werte – die kostbarsten Dinge des Daseins.

Buddhisten verpflichten sich mit ihrem ganzen Wesen diesen Drei Juwelen. Es heißt mit Körper, Rede und Geist nehmen sie Zuflucht zu Buddha, Dharma und Sangha.

Das Buddha-Juwel

Buddha“ bedeutet „der Erleuchtete“ oder „der Erwachte“. Ein Buddha ist jemand, der Erleuchtung erlangt, das heißt, Weisheit und Mitgefühl zu höchster Vollkommenheit entwickelt hat.

Insbesondere trifft die Bezeichnung „Buddha“ auf den Menschen Siddhartha Gautama zu, der vor ca. 2500 Jahren im damaligen Nord-Indien [etwa an der heutigen Grenze zu Nepal] lebte und mit ca. 35 Jahren auf seiner Suche nach Wahrheit Erleuchtung erlangte. In den folgenden 45 Jahren seines Lebens hat er dann andere Menschen den Weg zur Befreiung gelehrt.

Der „Buddha“ verkörpert auch das höchste Potenzial im Menschen und das höchste Ideal für Buddhisten. Was der Buddha erreicht hat, das können auch wir erreichen.

Das Dharma-Juwel

Der „Dharma“ ist die Lehre des Buddhas, die Lehre vom Weg zur Erleuchtung. Konkret beinhaltet der Dharma alle Methoden, die helfen, enge, selbstbezogene und oft schnerzhafte Geisteshaltungen zu überwinden und zu mehr Klarheit, Wohlwollen, Selbstvertrauen und letztendlich zu tiefer Erkenntnis und grenzenlosem Mitgefühl führen.

Das Sangha-Juwel

Als eines der Drei Juwelen meint der „Sangha“ die Gemeinschaft der erfahrenen Schüler und Schülerinnen des Buddhas, die als Frucht ihrer Übung bereis selbst eine so tiefe Erkenntnis in die Wirklichkeit der Dinge erlangt haben, dass es für sie nicht mehr möglich ist, den Pfad zur Erleuchtung zu verlieren. (Der Arya-Sangha). In diesem Sinne Zuflucht zum Sangha zu nehmen meint eine Offenheit für die Inspiration zu entwickeln, die von dieser Gemeinschaft ausgeht und sich zu bemühen, ihr durch eigene Verwirklichung bald selbst anzugehören.

Im weiteren Sinne ist der „Sangha“ die Gemeinschaft derer, die für sich entschieden haben, selbst dem Pfad des Buddhas zu folgen und den Drei Juwelen in ihrem Lebens mehr und mehr Bedeutung zu geben. Die Mitglieder dieses Sanghas üben in Gemeinschaft, unterstützen sich gegenseitig und genießen ein sich entwickelndes Netz von Freundschaften.

„Wenn du einen weisen Freund
findest, einen Gefährten,
der auf dem rechten Weg lebt
und der versteht,
so überwinde alle Hindernisse
und wandere mit ihm,
achtsam und mit offenem Herzen
und Geist“
[Dhammapada 23:328]

„Vier Dinge sind es, die zu einer
harmonischen Gemeinschaft
beitragen:
Freigebigkeit, liebevolle Worte,
Hilfsbereitschaft und Gerechtigkeit.“
[Anguttara Nikaya 4:32]

Zum Buddha nehme ich Zuflucht
Buddham Saranam Gacchami
„Als der Erwachte gefragt wurde,
wer er sei, antwortete er:
Ich wandere durch die Welt
als einer von den Weisen,
die nichts sind und nichts haben.“
[Sutta Nipata 455]