Buddhistisches Tor Berlin

Der Dharma – die Lehre des Buddhas

Die Lehre des Buddhas ist die Lehre vom Weg zur Erleuchtung. Die klassischen buddhistischen Texte berichten immer wieder von Begegnungen und Gesprächen, die der Buddha mit unterschiedlichsten Menschen in allen erdenklichen Lebenslagen hat. Denen, die sich auf der Suche nach Rat oder Hilfe an ihn wenden, gibt er individuelle Ratschläge, die ihnen helfen, mit schmerzvollen Erfahrungen und Problemen umzugehen und sie zu bewältigen. Oft geht er aber weit darüber hinaus. Mit Wort und Tat, manchmal auch mit Schweigen und Nicht-Tun, lässt er seine Gegenüber ihre eigenen, leidbringenden Konditionierungen erkennen und vermittelt ihnen die Möglichkeit, sich schließlich ganz von ihnen zu befreien. So dass auch sie schließlich Erleuchtung erlangen können – also genau die Erfahrung machen, die den Buddha zum Buddha gemacht hat.

Die Begegnungen und Gespräche des Buddhas mit anderen Menschen sind geprägt von großer Freundlichkeit und tiefer Anteilnahme. Dabei legt er immer wieder dar, dass alle Dinge vorübergehender Natur sind und einem kontinuierlichen Wandel unterliegen. So durchbricht er das unheilvolle Festhalten an all den Dingen, auf die auch wir uns so gerne verlassen möchten, die uns jedoch keine Sicherheit bieten können. Denn nichts kann so bleiben, wie es ist. Alles verändert sich und wird sich verändern, trotz all unserer Bemühung, es zu fixieren. Und nicht nur die Welt um uns herum wandelt sich. Auch wir selbst unterliegen fortwährender Veränderung. Die Lehre Buddhas zeigt uns, wie wir diesen Wandel aktiv beeinflussen können: durch Ethik, Meditation und Weisheit. Dabei spielt unser Bewusstsein (unser „Geist“) eine zentrale Rolle.

Ethik, Meditation und Weisheit helfen uns, unsere Orientierung auf weltliche Ziele wie Macht, Status oder persönlichen Vorteil aufzugeben, da sie letztendlich weder Sicherheit noch Zufriedenheit oder Glück mit sich bringen. Der Dharma lehrt uns, unser Leben auf spirituelle Ziele zu richten – auf Klarheit, Einfachheit, Gelassenheit, Freundlichkeit und Mitgefühl. Er zeigt uns, wie ein solches Leben zu wirklicher Zufriedenheit und zur endgültigen Befreiung von Leiden führt.

Neben dem Buddha und dem Sangha ist der Dharma einer der „drei Juwelen“ des Buddhismus, zu denen jeder Buddhist „Zuflucht“ nimmt.

„So wie der große Ozean
nur einen Geschmack hat,
den Geschmack des Salzes,
ebenso haben meine Lehren
nur einen Geschmack
– den Geschmack der Freiheit.“
[Anguttara Nikaya]

„Was es auch an Leiden gibt,
das kommt alles daher,
dass man an irgendwelchen
Dingen hängt.“
[Samyutta Nikaya 12:66]

„Alle Wesen suchen Glück
und widersetzen sich dem Leiden;
aber außerhalb der Weisheit
sehe ich keine Möglichkeit,
die wahre Glückseligkeit zu finden.“
[Suvikranta-vikrami-paripricca]