Buddhistisches Tor Berlin

Buddhatag-Feier 2015

„… wächst der Sangha, ein immer weiterer Kreis“
Der höchste buddhistische Feiertag, an dem die Erleuchtung des Buddha gefeiert wird, wurde im Buddhistischen Zentrum Berlin meditativ, diskursiv und fröhlich begangen. Bereits am Morgen um 10 Uhr war der Schreinraum voll mit über 30 Ordensmitgliedern und Mitras, die den Vormittag für eine »Mini-Meditationszeit« nutzten, die mit Lesungen über die Erleuchtungserfahrung des Buddha untermalt war. Von Karunabandhu geleitet, ließen wir uns schweigend von den Lesungen inspirieren und versuchten, das Gehörte unsere Meditation beleben zu lassen.

In der Mittagspause kamen noch mehr Menschen mit Kuchen und Blumen und Geschenken, so dass wir mittlerweile fast 50 Festteilnehmer waren. Gut, dass inzwischen die Akustikdecke eingebaut ist! Nach der Mittagspause gab es zwei sehr gute und persönliche Vorträge, die uns in Gruppendiskussionen anregten, darüber nachzudenken, was wir unter »Erleuchtung« verstehen, wovon wir selber frei werden möchten, bzw. ob wir irgendwann eine Schauung, eine transzendente Perspektive in unserem eigenen Erleben entdeckt hatten.

Der Höhepunkt des Tages kam aber erst am frühen Abend, und für vier Menschen ganz besonders: Im Rahmen einer Siebenfältigen Puja wurden zwei Frauen und zwei Männer Mitras, bekannten sich also öffentlich dazu, in unserer Gemeinschaft als Buddhisten praktizieren zu wollen. Nach der Zeremonie gab es Jubel, Umarmungen, Geschenke, während viele Hände das Zentrum aufräumten für die nächste Veranstaltung …

Die meisten Leute sind vom Anfang bis zum Schluss dabei geblieben und haben so gezeigt, wie wichtig es ihnen ist, den Buddhatag angemessen zu feiern. Und wer weiß, wie viele wir am Buddhatag 2016 sein werden?