Buddhistisches Tor Berlin

Amogharatna ist öffentlicher Präzeptor geworden

Wie ihr wahrscheinlich wisst, ist Amogharatna jetzt öffentlicher Präzeptor, das heißt, er wird in Zukunft Männer in den Orden aufnehmen und ihnen in einem Ritual die Kesa umhängen. Amogharatna hat sich deswegen auf www.thebuddhistcentre.com vorgestellt.

Hier die Übersetzung:
Ich begann 1992 das Buddhistische Zentrum in Norwich zu besuchen, nachdem ich auf einer ausgedehnten Radtour durch Irland im Jahr davor beschloss, Buddhismus kennenzulernen. 1993 wurde ich Mitra und bat um Ordination, das gleiche Jahr, in dem ich an einer Spendensammelaktion für Karuna Trust teilnahm. Ein Jahr später hatte ich das Glück, nach Padmaloka ziehen zu können, wo ich dem Unterstützer-Team als Gärtner und zweiter Koch beitrat. Dort blieb ich sechs Jahre. 1997 wurde ich in Guhyaloka privat ordiniert von Ashvajit.

Ungefähr eine Woche nach meiner Ordination hielt mein öffentlicher Präzeptor Sona einen Vortrag über »Ausbrechen aus Britannien«, in dem er jedes neue Ordensmitglied ermutigte, in den nächsten zwei Jahren sein Geburtsland zu verlassen, um ein Buddhistisches Zentrum im Ausland aufzubauen. (Das war das Jahr der »Ausbrechen aus Britannien«-Kampagne, in dem der Orden die Ausdehnung der Bewegung über das Vereinigte Königreich hinaus beabsichtigte.) Ein paar Tage nach Sonas Vortrag erwachte ich mit einem starken Gefühl, dass ich »weiß«, dass ich nach Berlin ziehen werde, obwohl ich noch nie zuvor in Deutschland gewesen bin.

Nachdem ich in den folgenden Jahren einen Deutschkurs belegt hatte, zog ich im September 2000 nach Berlin, wo Anomarati und Dayaraja bereits Aktivitäten begonnen hatten und 1998 das erste Zentrum eröffnet wurde. Ich gründete mit anderen die Chintamani Männer-WG, in der ich immer noch mit sechs anderen Männern lebe. Drei Jahre später zog Anomarati nach Nepal und ich wurde Vorsitzender des Berliner Zentrums. Daran mitzuarbeiten, eine blühende Triratna-Präsenz in Berlin zu schaffen, war der Mittelpunkt meiner Praktik in den letzten 16 Jahren, und ich bin stolz, den Kauf eines Grundstücks für ein neues Zentrum betreut zu haben, in das wir 2013 gezogen sind.

Nächstes Jahr, wenn ich 60 werde, werde ich meine Verantwortlichkeiten als Vorsitzender abgeben, allerdings beabsichtige ich, Triratna-Aktivitäten in Berlin weiterhin so gut ich kann zu unterstützen.

Einer der befriedigendsten Aspekte meines Lebens in Berlin war, die Künste kennenzulernen, insbesondere klassische Musik. Seit 2012 lerne ich Klavier spielen. Abgesehen von meiner Arbeit für das Buddhistische Tor Berlin habe ich seit 2003 Geld verdient, indem ich Englisch lehre.